Tuchthuis, Vilvoorde, Geschütztes Denkmal und ehemaliges Gefängnis in Vilvoorde, Belgien.
Das Tuchthuis ist ein Gebäude mit mehreren Flügeln, dicken Steinmauern und vergitterten Fenstern, das nach Prinzipien der Gefängnisarchitektur des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Die Struktur zeigt die charakteristische Anordnung eines Gefängniskomplexes mit klar definierten Bereichen für verschiedene Funktionen.
Das Gebäude wurde 1779 vom Architekten Laurent-Benoit Dewez errichtet und ersetzte eine ältere Anlage, die seit Anfang des 15. Jahrhunderts als Staatsgefängnis diente. Nach seiner Fertigstellung funktionierte es sowohl als Zivilgefängnis als auch später als militäre Haftanstalt.
Das Gebäude steht für die Entwicklung des belgischen Strafsystems und fungierte bis 1974 als Zivilgefängnis und später als militärische Haftanstalt.
Der Komplex befindet sich am Schnittpunkt von Lange Molensstraat und Tuchthuisstraat und ist durch sein markantes Haupttor leicht zu erkennen. Die Außenseite ermöglicht einen Überblick über die Gesamtanlage und ihre Aufteilung in verschiedene Bereiche.
Ein Schießpulverwerk-Unfall im Jahr 1919 zerstörte einen großen Teil des Gefängnisses und führte zum Abriss mehrerer Flügel. Dieses Ereignis veränderte das Aussehen des Komplexes dauerhaft.
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