Trjawna, Renaissancestadt in Zentralbulgarien
Tryavna ist eine Stadt im Norden Bulgariens, die auf den Nordhängen des Balkangebirges liegt und vom Fluss Tryavna durchflossen wird. Das Zentrum beherbergt mehrere Museen, darunter das Museum für Ikonenmalerei und Holzschnitzerei mit etwa 160 Werken lokaler Meister.
Die Siedlung erhielt 1565 offizielle Anerkennung, als den Einwohnern Steuervergünstigungen für den Schutz der Bergpässe gegen Banditennüberfälle gewährt wurden. Diese frühe Rolle als befestigter Ort prägte die Entwicklung der Stadt über Jahrhunderte.
Die Schule von Tryavna entstand im späten 17. Jahrhundert und prägte die lokale Kunsttradition durch charakteristische Holzschnitzereien und Ikonen bis ins frühe 20. Jahrhundert. Diesen Stil erkennt man noch heute an vielen Häusern und in den Museen der Stadt.
Der Besuch ist am besten tagsüber möglich, wenn die Museen und historischen Häuser offen sind und man die Details der Architektur gut sehen kann. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Stadt auf einer Hanglage liegt und viele Straßen kopfsteingepflastert sind.
Das Daskalov-Haus von 1808 hat kunstvoll geschnitzte Sonnenmadaillons an den Decken, die von zwei Meistern in freundschaftlichem Wettbewerb um Anerkennung gefertigt wurden. Diese Konkurrenz zwischen den Handwerkern führte zu außergewöhnlichen Details, die selten bemerkt werden.
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