St. Peters Canal, Kanal und nationale historische Stätte in Richmond County, Kanada
Der St. Peters Canal ist eine künstliche Wasserstraße, die sich etwa 800 Meter durch einen Granitfelsen zieht und die St. Peters Inlet des Bras d'Or See mit der St. Peters Bay des Atlantiks verbindet. Die Breite des Kanals beträgt etwa 30 Meter und ermöglicht es Booten, zwischen zwei völlig unterschiedlichen Gewässern zu navigieren.
Die Konstruktion des Kanals begann 1854 und endete 1869 und ersetzte eine alte Portage-Route, die Mi'kmaq-Menschen und der französische Pelzhandelsman Nicholas Denys genutzt hatten. Das Projekt war eine technische Leistung, die zwei Meere miteinander verband und die Schifffahrt in der Region für immer veränderte.
Der Kanalbereich zeigt Spuren von Mi'kmaq- und Akadier-Gemeinden aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die heute noch in archäologischen Funden sichtbar sind. Diese historischen Überreste erinnern an die Bedeutung dieses Ortes als Handelsroute für verschiedene Kulturen.
Der Kanal ist von Mai bis Oktober für die Schifffahrt geöffnet und wird von Parks Canada gepflegt und überwacht. Ein Schleusensystem reguliert die Wasserstände zwischen See und Ozean und ermöglicht es verschiedenen Bootstypen, sicher durchzufahren.
Das Kanalsystem verfügt über ein seltenes doppeltes Schleusensystem, das in Nordamerika einzigartig ist und die unterschiedlichen Gezeitenmuster am See und am Ozean bewältigt. Dieses ausgeklügelte Konstruktionsdesign war notwendig, weil die beiden Gewässer völlig unterschiedliche Wasserstände und Rhythmen haben.
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