Canada Malting Silos, Montreal, Industriesilos in Saint-Henri, Montreal, Kanada.
Die Canada Malting Silos sind eine verlassene Mälzerei am Lachine-Kanal in Saint-Henri, entworfen von David Jerome Spence und 1904 erbaut. Neun Silos auf der Westseite sind mit violetten, behandelten Tonziegeln der Barnett and Record Co. aus Minneapolis verkleidet; die Zementsilos auf der anderen Seite kamen in den 1940er Jahren zur Lagerung der Gerste hinzu. Neben den Silos erhebt sich ein dunkler Betonturm mit einem kleinen, verblassten magenta Penthouse, dessen obere Wände mit weißem Graffiti bedeckt sind.
Der Canada-Malting-Komplex wurde nach Plänen von David Jerome Spence 1904 errichtet, mit neun violetten, mit Tonziegeln verkleideten Silos auf der Westseite und in den 1940er Jahren ergänzten Zementsilos zur Gerstenlagerung. Die Anlage erzeugte jährlich 250.000 Pfund Malz für Brennereien und Brauereien. Nach der Schließung des Lachine-Kanals 1970 verlief der Transport nur noch per Bahn; um 1980 zog das Unternehmen in einen neuen Komplex an der 205 Riverside and Mill Street. Das Gebäude wurde für 500.000 Dollar verkauft, diente Quonta Holding Ltd als Soja- und Maisspeicher und wurde 1989 aufgegeben, als Canadian National den Bahnbetrieb einstellte.
Seit 2019 steht auf dem Dach des Geländes das Little Pink House, eine kleine Hütte, die im Oktober 2019 leuchtend rosa gestrichen wurde und später grüne Fensterläden, Vorhänge, Pflanzkästen, einen Weihnachtsbaum und ein riesiges Geschenk mit der Aufschrift „À Saint-Henri, de : Little Pink“ erhielt. Die benachbarte Kabine wurde leuchtend rot gestrichen. Der verantwortliche Künstler lehnt jeden Kontakt mit Journalisten ab.
Das Gelände ist derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und von Sicherheitszäunen umgeben. Besucher können die Strukturen jedoch von außerhalb des Geländes, insbesondere vom Kanal aus, sehen und fotografieren.
Im Mai 2005 montierte der Lichtkünstler Axel Morgenthaler für die Veranstaltung Obsolescences und das hundertjährige Bestehen des Gebäudes Stroboskoplichter sowie grüne und rote Lichter auf dem Nord- und dem Südturm, als Bezug zur Verbindung des Ortes mit dem Lachine-Schifffahrtsweg. Journalisten besichtigten das Innere mit Schutzhelm und Taschenlampe, organisiert von Quartier Éphémère.
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