Seigneurie de Batiscan, Historisches Herrenhaus in Saint-Roch-de-Mékinac, Kanada.
Die Seigneurie de Batiscan war ein Grundherrschaftsgebiet am Nordufer des Sankt-Lorenz-Stroms zwischen dem Batiscan River und dem Champlain River in der Mauricie, Quebec. Die Uferfront maß eine halbe Lieue, doch das Gebiet reichte 20 Lieuen tief, über den Saint-Maurice River hinaus, und war damit das tiefste Lehen Neufrankreichs. Die Parzellen der Zensualen lagen in Reihen entlang des Stroms, und das Land steigt nach Norden bis zur Saint-Narcisse-Moräne an.
Die Seigneurie wurde den Jesuiten durch notarielle Urkunde vom 13. März 1639 übertragen, unterzeichnet in Paris von Jacques de La Ferté, Abt von Sainte-Marie-Madeleine in Châteaudun. Die Jesuiten waren in Trois-Rivières beschäftigt und fürchteten Angriffe der Irokesen, weshalb sie die Urbarmachung verzögerten; Bruder François Malherbe nahm das Gebiet offiziell in Besitz und ließ die Grenzen vermessen. Die Besiedlung begann 1666, nachdem 1665 erste Parzellen vergeben worden waren; zwischen 1665 und 1674 vergaben die Jesuiten 79 Konzessionen.
Das Herrschaftssystem der Seigneurie prägte das soziale Leben über Generationen hinweg, wobei Landbesitzer und Pächter in einer eng verflochtenen Gemeinschaft lebten. Die Beziehungen zwischen Herren und Bewohnern bestimmten den Alltag und die wirtschaftliche Ordnung dieser ländlichen Gegend.
Der Ort liegt am Nordufer des Sankt-Lorenz-Stroms in einer Region, die von Wasserwegen und Flussebenen geprägt ist, was den Zugang und die Bewegung vereinfachte. Besucher sollten beachten, dass die historischen Orte über ein großes Gebiet verteilt sind und teilweise über kleine Straßen und Feldwege erreichbar sind.
Die Nordgrenze der Seigneurie reichte über die Quelle des Saint-Maurice-Flusses hinaus; damit war sie die tiefste Seigneurie des Seigneurialsystems von Neufrankreich. Ihre Uferfront am Sankt-Lorenz-Strom maß nur eine halbe Lieue, zwischen den Flüssen Batiscan und Champlain.
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