Marieval Indian Residential School, former Canadian Indian residential school in Saskatchewan (1899–1997)
Marieval Indian Residential School war eine Internatsschule für indigene Kinder, die sich auf der Cowessess-Reserve in Saskatchewan befand und von Ende des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts betrieben wurde. Nach dem Abriss der Gebäude 1999 ist das Gelände heute größtenteils leer, mit Ausnahme der noch stehenden Kirche, des Pfarrhauses und des Friedhofs.
Die Schule öffnete 1899 als katholisches Pensionat und wurde zunächst von den Schwestern der Missionen betrieben. 1968 übernahm die kanadische Regierung die Verwaltung, und 1981 übernahm die Cowessess-Gemeinde die Kontrolle, bevor die Schule 1997 endgültig geschlossen wurde.
Der Name Marieval stammt von lokalen französischen Siedlern. Die Kirche und der Friedhof, die noch heute stehen, waren zentrale Orte im täglichen Leben der Schule und prägen das Erscheinungsbild des Geländes.
Das Gelände ist zugänglich und frei zu besuchen, mit der Kirche, dem Friedhof und dem offenen Land, das die Geschichte erkennbar macht. Besucher sollten respektvolle Kleidung tragen und sensibel sein, da dies ein Ort der Trauer und des Gedenkens ist.
Im Juni 2021 wurden über 700 unmarkierte Gräber auf dem Gelände entdeckt, von denen viele vermutlich Kinder sind, die die Schule besuchten. Diese Entdeckung war die größte in Kanada und markierte einen wichtigen Moment in der Anerkennung der Geschichte der Wohnschulen.
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