Siders, Stadt und Gemeinde im Kanton Wallis in der Schweiz
Sierre (auf Deutsch Siders) ist eine Gemeinde im Bezirk Siders im Kanton Wallis in der Schweiz, an der östlichen Grenze der französischsprachigen Region gelegen. Die Stadt erstreckt sich im Rhonetal, umgeben von Weinbergen und Hügeln, mit einem historischen Kern und einem modernen Stadtteil, der sich darum herum entwickelt hat.
Sierre wurde im Mittelalter als Marktort und bischöflicher Stützpunkt im Wallis gegründet, wobei seine Lage an der Sprachgrenze ihm eine besondere strategische Rolle verlieh. Im 19. und 20. Jahrhundert wuchs die Stadt durch die Ansiedlung von Industrie, insbesondere durch die Aluminiumindustrie, die das Stadtbild dauerhaft prägte.
Sierre liegt genau an der Sprachgrenze zwischen der französischsprachigen Romandie und dem deutschsprachigen Wallis, und dieser Übergang ist im Alltag spürbar: Schilder, Gespräche und Ortsnamen wechseln hier zwischen zwei Sprachen. Der deutsche Name der Stadt lautet Siders, und beide Namen sind im offiziellen Gebrauch gleichzeitig präsent.
Das Stadtzentrum ist gut zu Fuss erreichbar, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, sodass man ohne viel Planung von einem Ort zum nächsten gelangen kann. Für Ausflüge in die umliegenden Weinberge und Hügel empfiehlt es sich, festes Schuhwerk mitzunehmen.
In Sierre starb 1926 der österreichische Dichter Rainer Maria Rilke, der die letzten Jahre seines Lebens im Wallis verbracht hatte und in der Region begraben liegt. Sein Aufenthalt hat der Stadt einen besonderen Platz in der Literaturgeschichte gesichert, der für viele Besucher unerwartet ist.
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