Lüshunkou, Hafenbezirk in Dalian, China
Der Lüshunkou-Bezirk erstreckt sich über 512 Quadratkilometer (197 Quadratmeilen) am südlichen Ende der Halbinsel Liaodong mit einem tiefgelegenen Naturhafen und felsigen Küstenabschnitten. Mehrere Universitätscampusse und Wohnviertel verteilen sich zwischen bewaldeten Hügeln und der Meeresfront.
Der Bezirk wechselte im 19. und frühen 20. Jahrhundert mehrfach zwischen chinesischer, russischer und japanischer Kontrolle. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 kehrte er unter chinesische Verwaltung zurück und behielt seine militärische Bedeutung.
Der Name leitet sich vom chinesischen Löwenlöffel-Mündung her und bezieht sich auf die Form der Hafeneinfahrt. Heute nutzen vor allem chinesische Besucher und Studierende die öffentlichen Bereiche des Bezirks für Spaziergänge entlang der Küstenwege.
Der Bezirk unterliegt Zutrittsbeschränkungen für ausländische Reisende wegen seiner militärischen Geschichte und weiterhin aktiven Marineviertel. Chinesische Staatsangehörige besuchen die zugänglichen Küstenabschnitte und historischen Stätten ohne besondere Genehmigungen.
Ein britischer Marineoffizier namens William Arthur kartierte 1860 den Hafen, woraus der englische Name Port Arthur entstand. Diese Bezeichnung blieb bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in westlichen Karten verbreitet.
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