Mai Po Marshes, Naturschutzgebiet und Feuchtgebiet im Bezirk Yuen Long, Hongkong.
Mai Po Marshes ist ein Feuchtgebiet und Schutzgebiet in Yuen Long District, Hongkong, China. Die Fläche erstreckt sich über Gezeitenschlickflächen, Mangrovenwälder, Schilffelder und künstlich angelegte Garnelenbecken entlang der Deep Bay.
Die Garnelenbecken entstanden bereits im 17. Jahrhundert, als Siedler das Küstenland für die Aquakultur erschlossen. Die internationale Anerkennung als Schutzgebiet nach der Ramsar-Konvention erfolgte 1995, was die Erhaltung dieser Landschaft bis heute sichert.
Der Name stammt vom Dorf Mai Po, das einst direkt an den Gezeitenbuchten lag, in denen Fischer ihre traditionellen Garnelenbecken anlegten. Heute sieht man entlang der Wanderwege noch immer die Überreste dieser alten Aquakulturteiche, die nun als Ruheplätze für Watvögel dienen.
Wer das Gebiet betreten möchte, muss vorab eine Genehmigung bei der Landwirtschaftsbehörde beantragen oder an einer geführten Tour des WWF-Hongkong teilnehmen. Die Führungen beinhalten oft den Zugang zu erhöhten Beobachtungshütten, von denen aus man Vögel und Gezeitenzonen gut überblicken kann.
Jedes Jahr rasten hier mehr als 60.000 Zugvögel auf ihrer Route zwischen Russland und Australien, darunter eine der größten Ansammlungen seltener Löffler weltweit. Ein Viertel der gesamten Population dieser gefährdeten Vogelart findet sich während der Wintermonate an diesen Küsten ein.
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