High Island Reservoir, Stausee im Bezirk Sai Kung, Hongkong.
Das Bauwerk schließt eine Meeresfläche zwischen ehemaligen Inseln ein und speichert dort Süßwasser in einem künstlichen Becken von etwa 100 Hektar Fläche. Zwei große Hauptdämme halten das Wasser zurück, während kleinere Staumauern in den Tälern ringsum zusätzliche Zuflüsse kontrollieren.
Die Regierung begann den Bau 1969, nachdem Unruhen im Jahr 1967 die Abhängigkeit von Wasserimporten deutlich gemacht hatten. Die Fertigstellung erfolgte 1978 nach fast einem Jahrzehnt Arbeit, bei der fünf Arbeiter ihr Leben verloren.
Die Ingenieurleistung verband zwei unbewohnte Inseln durch massive Dämme mit dem Festland und schuf so einen geschlossenen Speicher im offenen Meer. Wanderwege entlang der Staumauern bieten heute Besuchern die Gelegenheit, die ungewöhnliche Konstruktion aus der Nähe zu betrachten und das Zusammenspiel von Beton und Wasser zu erleben.
Besucher sollten für den Spaziergang entlang der Dämme festes Schuhwerk tragen, da die Wege teilweise uneben und der Sonne ausgesetzt sind. Frühe Morgen- oder späte Nachmittagsstunden bieten angenehmere Temperaturen und mildes Licht für den Rundgang.
Eine Reihe von Aquädukten transportiert Wasser aus entlegenen Bachläufen über insgesamt acht Kilometer Entfernung zum Speicherbecken. Gedenksteine entlang der Uferpromenade erinnern an die fünf Bauarbeiter, die während des Projekts verunglückten, und tragen ihre Namen für Besucher sichtbar.
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