Peloponnesian Folklore Foundation, Kulturmuseum in Nafplio, Griechenland.
Die Vasilis-Papantoniou-Stiftung, früher Peloponnesische Folklore-Stiftung, nutzt das neoklassizistische Haus der Familie Papantoniou aus dem frühen 20. Jahrhundert an der Ecke V. Alexandrou 1 und Sofroni in Nafplio, das 1981 zum Museum umgebaut wurde. Die Sammlungen umfassen rund 50.000 Objekte, meist aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert: Trachten, Spielzeug, Schmuck und Mode von Designern wie Christian Dior, Issey Miyake und Mariano Fortuny.
Ioanna Papantoniou gründete die Stiftung 1974 zum Andenken an ihren Vater Vasilis Papantoniou, ausgehend von ihrer Schenkung von 6.000 Objekten. Seit 1981 nutzt sie das Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Papantoniou-Familienhaus in der Vas.-Alexandrou-1/Ecke Sofroni in Nafplio, das im selben Jahr zum Museum umgebaut wurde. 1989 eröffnete sie Griechenlands erstes Kindheitsmuseum im alten Bahnhof von Nafplio, und 1993 übertrug ihr Melina Merkouri das Griechische Nationale Kostümarchiv.
Das Museum zeigt traditionelle Kleidung aus verschiedenen Regionen des Peloponnes und bewahrt Handwerkstechniken, die über Generationen weitergegeben wurden. Besucher können sehen, wie sich lokale Trachten in Farben, Mustern und Webweisen unterscheiden und welche Rolle sie im Alltag der Menschen spielten.
Das Museum liegt zentral in Nafplio und ist zu Fuß leicht erreichbar, öffnet aber begrenzt und bleibt dienstags geschlossen. Es ist ratsam, die genauen Öffnungszeiten vorher zu überprüfen, da diese je nach Jahreszeit variieren können.
Das Museum erhielt 1981 den Europäischen Museumspreis für eine Ausstellung, die die natürlichen Textilverarbeitungstechniken und traditionellen Färbemethoden der Region dokumentierte. Diese Auszeichnung machte die Institution zu einem Vorreiter in der Bewahrung und Vermittlung von Handwerkswissen.
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