Inishvickillane, Atlantische Insel in County Kerry, Irland
Inishvickillane ist eine felsige Insel und ein Berggipfel in der Grafschaft Kerry, der zu den Blasket-Inseln vor der Westküste Irlands gehört und auf etwa 135 Meter ansteigt. Auf dem Gelände sind Überreste einer frühen Steinkapelle, ein alter Friedhof und Spuren ehemaliger Steinunterkünfte zu sehen.
Inishvickillane war im 19. und frühen 20. Jahrhundert zeitweise von einer oder mehreren Familien bewohnt; die Familie Ó Dalaigh aus Dún Chaoin hinterließ eine Steinhütte mit Gitterfenstern. 1974 kaufte Charles J. Haughey die Insel und setzte 1980 eine Herde Rothirsche aus. 1989 schlug er als Taoiseach vor, die Blasket-Inseln zum Nationalpark zu machen; das Vorhaben wurde 1998 als verfassungswidrig verworfen.
Die Bewohner der Blasket-Inseln nannten sie „The Inis“, und der Name Inis Mhic Aoibhleáin bedeutet „Mac Killanes Insel“. Sie gehörte der Familie Ó Dalaigh aus Dún Chaoin, deren Mitglieder im Sommer noch immer zur Schafweide übersetzen. Robin Flower notierte den Anspruch der Inselbewohner, der Boden sei zu reich für Kartoffeln, aber gut für Kohl und Zwiebeln, und es sei dort einst Tabak angebaut worden.
Inishvickillane ist in Privatbesitz und unbewohnt, ohne Fährverbindung, Anlegestelle oder Einrichtungen für Besucher; die Touren ab Dingle oder Ventry betreffen diese Insel nicht. Die Familie Ó Dalaigh aus Dún Chaoin setzt im Sommer noch über, um Schafe weiden zu lassen, und Haughey führte 1980 Rotwild ein, sodass eine Landung der Erlaubnis des Eigentümers bedarf. Die Ruinen von Oratorium, Friedhof, Leacht und heiligem Brunnen liegen am Südostende.
Ein Ogham-Stein, der 1902 am Oratoire entdeckt wurde, gehört zu den ältesten irischen Schriftdenkmälern und ist heute in der Trinity College Dublin zu sehen. Seine Entdeckung auf dieser abgelegenen Insel zeigt, dass der Ort einst weit über seine Grenzen hinaus bekannt war.
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