Casino at Marino, Neoklassizistische Verrücktheit in Dublin, Irland
Das Casino at Marino ist ein neoklassizistisches Vergnügungshaus in Dublin, das von außen wie ein kleines einstöckiges Gebäude wirkt. Im Inneren verbergen sich jedoch sechzehn Zimmer auf drei Etagen, was das Gebäude zu einer architektonischen Überraschung macht.
Der schottische Architekt William Chambers entwarf dieses Gebäude zwischen 1757 und 1775 für James Caulfeild, den ersten Earl of Charlemont, nachdem dieser seine Kavaliersfahrt durch Europa unternommen hatte. Das Projekt entstand unter dem Einfluss italienischer Architektur, die der Earl während seiner Reisen kennengelernt hatte.
Das kleine Gebäude trägt einen italienischen Namen, der einfach "Haus" bedeutet. Dies zeigt, wie italienische Architektur die Landgüter des irischen Adels beeinflusst hat.
Das Gebäude ist klein und kompakt, daher lässt sich sein Inneres in kurzer Zeit erkunden. Man sollte sich Zeit für die versteckten Details nehmen, da viele funktionale Elemente geschickt in die Dekoration integriert sind.
Die Regenrinnen sind in hohlen Säulen versteckt, die als funktionale Rohre dienen und gleichzeitig zum eleganten Aussehen des Gebäudes beitragen. Auch die großen dekorativen Urnen auf dem Dach sind nicht das, wofür man sie hält – sie sind tatsächlich Schornsteine für das Heizsystem des Hauses.
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