Salimgarh Fort, Historische Festung in Zentral-Delhi, Indien
Salimgarh Fort ist eine dreieckige Befestigung mit dicken Mauern aus unregelmäßigem, rotbraunem Bruchsteinmauerwerk und runden Bastionen. In der Mitte steht ein Tor aus rotem Sandstein unter einem spitzen, gezackten Bogen mit einem Metallgitter aus senkrechten Stäben; links davon sitzt tief in der Mauer eine rechteckige Sandsteinplatte mit dunkler Inschrift. Eine Bogenbrücke, das Bahadur-Shah-Tor, verbindet es im Nordosten mit dem Roten Fort.
Das Fort Salimgarh wurde 1546 von Salim Shah Suri, dem Sohn Sher Shah Suris, auf einer Insel der Yamuna während der Sur-Herrschaft erbaut. Nach der Rückeroberung Delhis 1555 benannte Humayun es in Nurghar um und verbot den Gebrauch des alten Namens am Hof. Aurangzeb machte es zum Gefängnis und hielt dort seinen Bruder Murad Baksh sowie der Überlieferung nach seine Tochter Zebunnisa 21 Jahre lang fest. Die Briten nutzten es nach 1857 weiter als Gefängnis und ab 1945 für INA-Gefangene.
Aurangzeb machte Salimgarh zu einem Gefängnis und hielt dort seinen Bruder Murad Baksh nach dessen Gefangennahme in Mathura fest, bevor er ihn zur Hinrichtung nach Gwalior schickte. Auch seine älteste Tochter Zebunnisa, eine Dichterin und Musikliebhaberin, soll er 21 Jahre lang bis zu ihrem Tod im Fort eingesperrt haben. Ab 1945 nutzten die Briten es zur Internierung von Gefangenen der Indischen Nationalarmee.
Das Fort liegt auf einer Insel und ist am besten zu Fuß vom roten Fort aus erreichbar, mit dem es über einen Fußgängerweg verbunden ist. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege uneben sind und es bei Regen rutschig werden kann.
Die Mauern des Forts bestehen aus Bruchsteinmauerwerk, nicht aus Ziegeln: unregelmäßige rotbraune Steine, während roter Sandstein dem mittleren Tor und seinem gezackten Bogen vorbehalten ist. Die Metallstäbe des Tors und die beschriftete Tafel im benachbarten Mauerwerk werden oft übersehen.
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