Gingee Fort, Nationaldenkmal im Bezirk Viluppuram, Indien.
Gingee Fort ist eine Festung auf drei Hügelkuppen in Tamil Nadu, die durch dicke Steinmauern miteinander verbunden sind. Die Anlage enthält Paläste, Wachtürme, Zisternen und Treppen, die in den Fels gehauen wurden und durch steile Pfade zwischen den einzelnen Gipfeln führen.
Die erste Befestigungsanlage entstand im 9. Jahrhundert unter der Chola-Dynastie und kontrollierte Handelsrouten im südlichen Indien. Später erweiterten die Nayakas im 16. Jahrhundert die Mauern und Strukturen, bevor Marathen und später britische Truppen die Festung übernahmen.
Der Name des Ortes bedeutet wörtlich "Sesamölberg" und bezieht sich auf die Form der Hügelkuppen, die aus der Ebene aufragen. Besucher können innerhalb der Anlage mehrere Schreine betreten, die noch heute von Menschen aus der Umgebung als Orte der Verehrung genutzt werden.
Der Aufstieg zu den Gipfeln erfolgt über steile Treppen und Fußwege, die bei Hitze anstrengend sein können, daher empfiehlt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden. Festes Schuhwerk ist notwendig, da viele Wege uneben sind und durch felsiges Gelände führen.
Die Anlage verfügt über ein natürliches Warnsystem aus Felsformationen, die bei Wind Pfeiftöne erzeugen und früher Wächter auf herannahende Gefahren aufmerksam machten. Auf einem der Hügel befindet sich ein Gefängnis, in dem angeblich ein marathischer Herrscher gefangen gehalten wurde.
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