Murshidabad-Jiaganj community development block, Verwaltungsblock in der Unterabteilung Lalbag, Westbengalen, Indien.
Murshidabad-Jiaganj ist ein Verwaltungsblock im Lalbag-Distrikt im indischen Bundesstaat Westbengalen. Der Block liegt entlang des Bhagirathi-Flusses, der das Gebiet in zwei geografisch unterschiedliche Zonen mit verschiedenen Siedlungsstrukturen teilt.
Im Jahr 1704 verlegte der Nawab Murshid Quli Khan die Hauptstadt von Dhaka in dieses Gebiet und benannte es nach sich selbst, wodurch Murshidabad zu einem der bedeutendsten Handelszentren des 18. Jahrhunderts in Indien wurde. Die Niederlage des letzten unabhängigen Nawabs in der Schlacht von Plassey 1757 leitete eine neue Herrschaftsphase unter britischem Einfluss ein.
In der Region sind Märkte und Handwerksbetriebe zu finden, in denen Seidenstoffe nach alten Methoden hergestellt werden. Wer durch die Dörfer geht, sieht Maulbeerbäume, Webstühle und die Arbeit der Familien, die dieses Handwerk von Generation zu Generation weitergeben.
Das Gebiet liegt beiderseits des Bhagirathi-Flusses, daher ist es sinnvoll, vor der Reise zu planen, welche Seite man zuerst besuchen möchte, da das Überqueren des Flusses Zeit kosten kann. Die örtlichen Gesundheitsposten und Primärversorgungszentren sind über den Block verteilt und können im Bedarfsfall aufgesucht werden.
Obwohl Murshidabad heute oft mit dem benachbarten Jiaganj in einem Atemzug genannt wird, handelt es sich um zwei eigenständige Städte, die durch den Bhagirathi-Fluss voneinander getrennt sind. Jiaganj auf der Westseite gilt als eher ruhig und ländlich, während Murshidabad auf der Ostseite mehr historische Bauten und Touristenverkehr anzieht.
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