Palamau Tiger Reserve, Naturschutzgebiet im Distrikt Latehar, Indien
Das Palamau Tiger Reserve liegt im Bundesstaat Jharkhand auf dem Chota-Nagpur-Plateau und bedeckt mehr als 1.000 Quadratkilometer dichten Wald, durchzogen von Flussläufen und Tälern. Sal-Bäume bilden das Blätterdach über offenen Grasebenen, Bambusdickichten und felsigen Hügeln, die Lebensraum für Tiger, Leoparden, Elefanten und zahlreiche Vogelarten bieten.
Die Regierung erklärte das Gebiet 1974 zu einem der neun ersten Tigerreservate Indiens im Rahmen des Projekts Tiger. Frühere Herrscher der Chero-Dynastie nutzten die Wälder als Rückzugsgebiet und errichteten Festungen in den Hügeln.
Die umliegenden Dörfer bewahren Handwerkstraditionen und Erntetechniken, die auf enge Beobachtung der Tiere und Pflanzenzyklen beruhen. Lokale Namen für Felsen, Flüsse und Bäume spiegeln oft Begegnungen mit Tigern oder Geschichten über Waldgeister wider.
Ein Besuch zwischen November und März erlaubt beste Sicht auf Wildtiere, wenn die Vegetation nach der Monsunzeit lichter wird und Wasserlöcher Tiere anziehen. Safarifahrten starten meist früh am Morgen oder spät am Nachmittag von den Toren nahe Betla, wobei lokale Führer Tierspuren lesen und sichere Routen wählen.
Zwei Ruinen mittelalterlicher Chero-Festungen liegen innerhalb der Grenzen und verbinden militärische Architektur mit Tierpfaden. Elefanten durchqueren oft die Überreste der Burgmauern, und Languren sitzen auf den alten Wachtürmen.
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