Molai forest, Waldheiligtum in Majuli, Indien.
Der Molai-Wald ist eine Waldlandschaft auf einer Sandbank des Brahmaputra-Flusses mit einer Fläche von etwa 550 Hektar. Das Gebiet beherbergt Tausende von Bäumen und Bambusbüschen sowie verschiedene Wildtierarten wie Tiger, Nashörner, Hirsche und Affen.
Ein junger Mann begann 1979 systematisch eine kahle Sandbank in einen Wald umzuwandeln, indem er Bambusstecklinge pflanzte. Über mehrere Jahrzehnte entstanden hier durch kontinuierliche Bepflanzung natürliche Lebensräume, die schließlich Hunderte von Tierarten anzogen.
Die Bewohner der Region nutzen den Wald als Zufluchtsort und verbinden sich mit seiner Entstehung durch die Arbeit eines einzelnen Mannes. Dieser Ort zeigt, wie eine Person über Jahrzehnte hinweg die Landschaft durch geduldiges Pflanzen und Pflegen verändert hat.
Das Gelände ist amphibisch und wird von saisonalen Flussabflüssen geprägt, was Besuche zu bestimmten Zeiten besser macht als zu anderen. Elefantenhorden durchstreifen das Gebiet regelmäßig, daher ist Vorsicht und die Beachtung lokaler Ratschläge wichtig für sichere Erkundungen.
Das Waldgebiet blieb über 30 Jahre lang unbekannt, bis Beamte des Forstamtes es 2008 zufällig entdeckten. Die Behörden staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass die gesamte Vegetation durch die hingebungsvolle Arbeit einer einzelnen Person entstanden war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.