Hachiōji Castle, Bergschloss in Hachioji, Japan
Diese Bergfestung erhebt sich über dem Tal von Hachioji und breitet ihre Anlagen auf mehreren Terrassen aus, die durch schmale Wege und Steinmauern gegliedert sind. Heute erkennt man die Gräben und Wallanlagen noch gut, während einzelne Fundamente unter dem Laubdach aus Ahorn und Eiche hervortreten.
Hōjō Ujiteru begann den Bau der Burg in den 1570er Jahren, nachdem Takeda-Truppen 1569 die Burg Takiyama durchbrochen hatten, und verlegte 1587 seinen Sitz hierher. Im Juni 1590 griff ein 15.000 Mann starkes Toyotomi-Heer unter Maeda Toshiie, Uesugi Kagekatsu und Sanada Masayuki von Osten und Norden an; die Burg fiel binnen eines Tages. Tokugawa Ieyasu befahl später ihre Zerstörung.
Der Name stammt von Hachioji Gongen, einer Gottheit des Gion-Glaubens, die auf dem Berg verehrt wird, nachdem der Mönch Myogyo dort im 10. Jahrhundert Gozu Tenno und acht Prinzen begegnet sein soll; eine andere Theorie verbindet ihn mit einem Sanno-Schrein am Fukasawa-Berg. Heute steht der Hachioji-Schrein auf dem Gipfel, und jeden Juni findet an den Ruinen ein Fest statt.
Vom Bahnhof Takao bringt dich ein Bus bis zur Haltestelle am Friedhof, von wo ein Pfad in etwa zwanzig Minuten bergauf zum Gipfel führt. Der Weg kann nach Regen rutschig werden, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Aufstieg.
Ausgrabungen brachten fünffarbige chinesische Porzellanteller, Teegerät, Räuchergefäße und venezianisches Glas zutage, die vom Leben in der Burg zeugen. Das rekonstruierte Tor des Omotedono wurde 2010 neu errichtet, weil die frühere Rekonstruktion verfallen war.
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