Provinz Kaga, Historische Provinz in der Präfektur Ishikawa, Japan
Die ehemalige Provinz Kaga umfasste den südwestlichen Teil der heutigen Präfektur Ishikawa und erstreckte sich von der Küste des Japanischen Meeres bis in die bergigen Binnengebiete. Das Gebiet umfasste vier Verwaltungsbezirke: Enuma, Ishikawa, Kahoku und Nomi, die die Grundlage für die moderne Kommunalstruktur bildeten.
Im Jahr 823 entstand dieses Gebiet durch die Teilung der Provinz Koshi und war die letzte unter dem ritsuryō-System gegründete Verwaltungseinheit. Während der frühen Sengoku-Zeit übernahm die religiöse Gruppierung Ikkō-ikki die Kontrolle und errichtete ein unabhängiges Regierungssystem, das mehrere Jahrzehnte Bestand hatte.
Der Shirayama-Hime-Schrein in der heutigen Stadt Hakusan war das spirituelle Zentrum dieser Region und zog Pilger aus dem ganzen Land an. Besucher können den Schrein noch heute besuchen und verstehen, warum er über Jahrhunderte hinweg als heiliger Ort galt.
Die Grenzen dieser ehemaligen Verwaltungseinheit entsprechen weitgehend dem südwestlichen Teil der modernen Präfektur Ishikawa, sodass Reisende diese Region heute über die Hauptstadt Kanazawa erreichen können. Die vier historischen Bezirke haben ihre Namen in der heutigen Geographie bewahrt und helfen bei der Orientierung in der Region.
Während etwa 100 Jahren vom späten 15. bis zum späten 16. Jahrhundert wurde diese Region von einer Konföderation buddhistischer Gemeinden ohne feudale Herrschaft regiert. Dieses selbstverwaltete System war im mittelalterlichen Japan außergewöhnlich und endete erst mit der Eroberung durch Oda Nobunaga.
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