Kangso Three Tombs, Goguryeo-Grabanlage in Kangso-guyok, Nampo, Nordkorea
Die Kangso-Dreigräber sind drei mit Erdhügeln überdeckte Steinkammern aus der Goguryeo-Zeit in Kangso-guyok, Provinz Südpyongan. Das große Grab mit etwa 51,6 m Durchmesser und 8,86 m Höhe besitzt eine quadratische Grabkammer aus Granitplatten und eine gestufte Decke. Auf seinen Wänden sind die Vier Schutzgottheiten direkt auf den unbehandelten Granit gemalt.
Diese Grabmäler entstanden während des Goguryeo-Königreichs, das die Koreanische Halbinsel von 37 v. Chr. bis 668 n. Chr. beherrschte. Die Mausoleen zeugen von der entwickelten Bestattungskultur und architektonischen Fähigkeiten dieses antiken Staates.
Der Name Kangso stammt von der Lage der Gräber im Bezirk Kangso. Die Nordwand des großen Grabes zeigt eine schwarze Schildkröte mit umschlungenem Schlangenleib, die Ostwand einen blauen Drachen, die Westwand einen weißen Tiger und die schmalen Südwände je einen roten Phönix. Die Farben wurden ohne Putz direkt auf polierten Granit gemalt und sind nach rund 1300 Jahren noch frisch.
Die Gräber liegen im Bezirk Kangso, Provinz Süd-Pyongan, nahe dem Taedong-Fluss südlich von Pjöngjang. Die Kammer des großen Grabes betritt man durch einen Gang in der Mitte seiner Südwand; die drei Hügel stehen dicht beieinander und werden nacheinander besichtigt. Die Anlage gehört zum Komplex der Koguryo-Gräber, UNESCO-Welterbe und Nationalschatz Nr. 28.
Der japanische Archäologe Imanishi Ryū entdeckte diese Grabstätten 1911 und löste damit Jahrzehnte intensiver Forschung zur Begräbniskultur des Goguryeo-Reichs aus. Seine Funde halfen, das Verständnis für die soziale Hierarchie und religiösen Praktiken dieser antiken Zivilisation zu vertiefen.
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