Plungė Manor, Renaissancepalast in Plungė, Litauen
Das Herrenhaus Plungė ist ein zweigeschossiges Renaissancegebäude mit symmetrischen Flügeln im litauischen Plungė, das von einem weitläufigen Landschaftspark umgeben ist. Der Park enthält Alleen, offene Rasenflächen und einen Mix aus einheimischen und fremden Baumarten.
Das Herrenhaus wurde zwischen 1873 und 1886 unter Graf Mykolas Oginskis errichtet und ersetzte ältere Strukturen, die seit dem 16. Jahrhundert auf dem Gelände gestanden hatten. Nach dem Tod des Grafen wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und überstand die Wirren des 20. Jahrhunderts, bevor es in eine kulturelle Einrichtung umgewandelt wurde.
Das Anwesen beherbergt heute das Samogitische Kunstmuseum, wo Gemälde, Skulpturen und Volkskunst aus der Region dauerhaft ausgestellt sind. Die Säle vermitteln einen Eindruck davon, wie ein Adelssitz des 19. Jahrhunderts im Alltag genutzt wurde.
Das Herrenhaus liegt im Zentrum von Plungė und ist gut zu Fuß erreichbar. Für einen vollständigen Besuch lohnt es sich, genug Zeit einzuplanen, um sowohl das Gebäude als auch den Park zu erkunden, da beide Teile voneinander getrennt sind.
Zum Gutsgelände gehört ein neugotisches Gestüt aus dem 19. Jahrhundert sowie ein Uhrenturm mit Orangerie, beide entworfen vom deutschen Architekten Karl Lorenz. Diese Nebengebäude werden von Besuchern oft übersehen, obwohl sie in einem bemerkenswert guten Zustand erhalten geblieben sind.
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