Monte di Pietà, Barockpalast in Valletta, Malta
Das Monte di Pietà ist ein barocker Palast in Valletta mit drei Etagen und einem Haupteingang, der durch geschwungene Gesimse und ein Giebeldach im traditionellen barocken Stil verziert ist. Das Gebäude zeigt die charakteristischen architektonischen Merkmale dieser Periode mit feinen Detailarbeiten an der Fassade.
Der Palast wurde 1598 von Fra Manuel de Couros gegründet und diente als Finanzinstitution, die Darlehen gegen Pfänder wie Schmuck und Wertgegenstände vergab. Im Jahr 1787 fusionierte die Institution mit dem Monte della Redenzione degli Schiavi, wodurch die Kreditvergabe mit dem Ankauf der Freiheit christlicher Sklaven verbunden wurde.
Der Palast spiegelt die Zeit wider, in der solche Institutionen der lokalen Bevölkerung halfen, indem sie Darlehen zu günstigen Bedingungen und wohltätige Dienste anboten. Besucher können heute noch sehen, wie diese Philosophie in der Struktur des Gebäudes verankert war.
Das Gebäude steht an der Merchant Street im Zentrum von Valletta und ist leicht zu Fuß erreichbar. Heute dient es als Verwaltungsgebäude, daher sollten Besucher prüfen, ob Teile des Inneren zugänglich sind, bevor sie einen Besuch planen.
Das Gebäude war nicht nur eine Bank, sondern spielte auch eine Rolle beim Ankauf von Freiheit für versklavte Menschen, was es zu einer ungewöhnlichen Kombination aus Finanz- und Befreiungsinstitution machte. Diese duale Mission spiegelt die sozialen Werte der Zeit wider und unterschied sich stark von rein kommerziellen Finanzinstitutionen.
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