Northern Region, Verwaltungsregion in Nigeria
Die Northern Region ist eine Verwaltungszone im Norden Nigerias, die sich über flache Savannengebiete vom nordwestlichen Sokoto bis zum Tschadseebecken im Nordosten erstreckt. Weite Flächen mit trockenem Grasland und vereinzelten Bäumen prägen die Landschaft, während in den nördlichsten Gebieten der Übergang zur Sahelzone beginnt.
Im frühen 19. Jahrhundert entstand hier das Sokoto-Kalifat, das mehrere Hausa-Staaten unter islamischer Herrschaft vereinte und politische Strukturen schuf, die bis zur Kolonialzeit Bestand hatten. Britische Verwalter übernahmen nach 1900 die Kontrolle und behielten viele bestehende Verwaltungsformen bei, bis Nigeria 1960 unabhängig wurde.
In den Emiraten dieser Region sprechen die Bewohner Hausa und Fulfulde im Alltag, während Händler auf Märkten zwischen mehreren Sprachen wechseln. Die großen Moscheen aus Lehmziegeln prägen viele Ortschaften und dienen als Versammlungsorte für Gebete und Gemeinschaftstreffen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen November und Februar, wenn die Temperaturen niedriger sind und weniger Niederschlag fällt, während die Monate von März bis Mai sehr heiß werden. Reisende sollten ausreichend Wasser mitnehmen und sich auf lange Fahrstrecken zwischen den Ortschaften einstellen, da das Straßennetz dünn ist.
Bei Durbar-Festen reiten Männer in bunten Gewändern auf geschmückten Pferden und führen traditionelle Reitfiguren vor, die einst militärische Paraden der Emirate waren. Diese Darbietungen finden meist zu islamischen Feiertagen statt und ziehen Tausende Zuschauer an, die den Reitern applaudieren.
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