Manor of Rensselaerswyck, Niederländisches Kolonialherrenhaus bei Albany, Vereinigte Staaten.
Das Manor of Rensselaerswyck war ein großes Herrenhaus und eine Kolonie, die sich auf beiden Seiten des Hudson River erstreckte und die meisten Teile des heutigen Albany County sowie Teile der Counties Columbia und Greene umfasste. Das Anwesen war in Pachtfarmen unterteilt, wo Arbeiter unter der Kontrolle des Eigentümers Getreide anbauten und landwirtschaftliche Produkte für den Markt herstellten.
Ein niederländischer Kaufmann namens Kiliaen van Rensselaer erhielt das Grundstück von der niederländischen Westindischen Compagnie im Jahr 1630 und gründete ein System, in dem Pächter das Land unter seiner Autorität bearbeiteten. Diese Ordnung wurde über Generationen hinweg beibehalten und formte die Besiedlung und Wirtschaft dieser Region bis ins 19. Jahrhundert.
Das Herrenhaus spielte eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft, denn der Eigentümer stellte seinen Bürgern Gesetze zur Verfügung und handhabte Streitigkeiten wie ein lokaler Richter. Die Einwohner lebten in dieser hierarchischen Struktur und erkannten die Familie van Rensselaer als ihre oberste Autorität an.
Heute können Besucher die Geschichte dieses Anwesens durch Archivdokumente erforschen, die in der New York State Library aufbewahrt werden, einschließlich über 300 Behälter mit Papieren aus mehreren Jahrhunderten. Ein Besuch erfordert Planung im Voraus, da die Sammlung weit verteilt ist und spezialisierte Recherche erfordert.
Die Mieter zahlten ihre Miete auf vielfältige Weise, nicht nur mit Geld, sondern auch mit Weizen, Waren oder durch Arbeitsdienste, wie in den Kontobuchen der Familie van Rensselaer dokumentiert. Diese gemischte Zahlungsweise spiegelt eine Wirtschaft wider, in der Geldmittel oft knapp waren und Tausch häufiger war als direkter Handel.
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