Observatory, Landkunstinstallation in Lelystad, Niederlande
Die Sternwarte besteht aus zwei kreisförmigen Erdwällen mit drei dreieckigen Öffnungen, die gezielt den Blick auf die umgebende Agrarlandschaft lenken. Der Umfang der Struktur misst etwa 91 Meter, und im Zentrum befindet sich ein Stein, der die optimale Beobachtungsposition markiert.
Das Werk wurde 1971 von Robert Morris für die Ausstellung Sonsbeek entworfen, die aktuelle Struktur entstand aber erst 1977 in der Region Flevoland. Diese Zeitverzögerung prägte seine Entwicklung als beständiges Kunstwerk der Landschaftsgestaltung.
Der zentrale Stahlvisier richtet sich bei Tagundnachtgleichen nach Sonnenaufgang aus, während Granitöffnungen an den Seiten die Sommer- und Wintersonnenwende markieren. Diese astronomischen Ausrichtungen ermöglichen es Besuchern, die Rhythmen der Jahreszeiten unmittelbar zu erleben.
Der Zugang erfolgt in der Nähe der Swifterringweg, wo die beste Aussicht vom zentralen Stein aus möglich ist. Das Besuchen ist zu jeder Tageszeit kostenlos, jedoch ist der Ort dem Wetter ausgesetzt, daher sind geeignete Kleidung und festes Schuhwerk empfehlenswert.
Das Werk nutzt Erde, Wasser, Gras, Muscheln, Stahl und Granit aus Bayern, um eine moderne Interpretation antiker astronomischer Bauwerke zu schaffen. Diese Material-Vielfalt ermöglicht es dem Kunstwerk, sich mit der Zeit zu verändern und organisch in die Landschaft einzuweben.
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