Rotterdam Quarantaine, Ehemaliger Krankenhauskomplex in Heijplaat, Niederlande
Rotterdam Quarantaine ist ein Komplex aus zehn Gebäuden auf sechs Hektaren in Heijplaat bei Rotterdam mit Funktionsgebäuden für medizinische und hygienische Zwecke. Die Anlage steht auf Holzpfählen mit Betonelementen und beherbergt unter anderem ein Badehaus, Isolierstation und Desinfektionseinheit.
Der Komplex wurde zwischen 1930 und 1933 erbaut und diente zunächst zur Aufnahme von Schiffsbesatzungen und Einwanderern mit ansteckenden Krankheiten. 1938 erhielt die Anlage jüdische Flüchtlinge aus Deutschland.
Seit 1979 nutzen Künstler aus verschiedenen Bereichen die Gebäude als Produktionsraum für bildende Kunst, Design, Musik, Film und Theater. Die Räume bieten Platz für kreative Arbeiten und Aufführungen.
Das Gelände liegt auf erhöhten Holzpfählen mit Betonunterstützung und trennt Bereiche für saubere und kontaminierte Zonen. Die besondere Konstruktion ermöglicht eine gute Drainage und Belüftung des gesamten Komplexes.
Das Desinfektionsgebäude enthält spezialisierte Vakuum-Formaldehyd-Öfen und Dampfsysteme mit hohen Decken zur Entfernung von Desinfektionsdämpfen. Diese technische Lösung war für damalige Verhältnisse eine innovative Methode zur Schädlingsbekämpfung und Desinfektion.
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