Estação Marítima de Alcântara, Seehafen-Terminal in Estrela, Portugal
Die Estação Marítima de Alcântara ist ein Fähreterminal an der Tejo-Küste, das aus Beton erbaut wurde und ein Erdgeschoss sowie ein Obergeschoss mit einer ausgedehnten Terrasse aufweist. Die Anlage verbindet Fährverkehre mit der Cascais-Eisenbahnlinie und bietet verschiedene Fahrscheinschalter sowie Fahrkartomaten für zahlreiche Bahnziele an.
Der Architekt Pardal Monteiro entwarf dieses Fährhaus 1943 als Teil der Hafenmodernisierung Lissabons. Das Terminal empfing sein erstes Schiff 1945 mit Flüchtlingen aus Philadelphia und wurde später als Denkmal von öffentlichem Interesse anerkannt.
Im Wartesaal sind acht Fresken des Künstlers Almada Negreiros zu sehen, darunter zwei Triptychon und zwei Einzelgemälde aus dem Jahr 1945. Diese Kunstwerke prägen bis heute das Erscheinungsbild des Raums und geben Reisenden einen Eindruck von künstlerischen Bestrebungen der Nachkriegszeit.
Der Ort ist direkt mit der Cascais-Eisenbahnlinie verbunden und ermöglicht schnelle Verbindungen zu anderen Vierteln Lissabons. Besucher sollten beachten, dass das Terminal gleichzeitig als Fährterminal und Zugbahnhof dient, daher können während der Stoßzeiten beide Räume voll sein.
Das Wartesaal hat einen Blick auf den Tejo und wird von Kunstwerken dominiert, die nur wenige Besucher bewusst wahrnehmen, während sie zwischen den Fähren und den Zügen pendeln. Die Freskos zeigen eine künstlerische Investition in einen Alltagsort, der heute noch immer seine Funktion erfüllt.
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