Fort of Santiago do Outão, Mittelalterliche Küstenfestung an der Sado-Mündung, Portugal
Das Fort of Santiago do Outão ist ein befestigtes Bauwerk am nördlichen Eingang der Mündung des Flusses Sado, südlich von Setúbal. Es besteht aus mehreren Verteidigungsebenen, Bastionen, einer zentralen Innenhof und einer integrierten Kapelle, die direkt in die Festungsanlage eingebaut wurde.
Der Standort begann im Jahr 1390 als Wachturm unter König João I. und wurde 1572 unter König Sebastião I. zur vollständigen Festung ausgebaut, um die Flussmündung gegen feindliche Schiffe zu sichern. Im Laufe der Jahrhunderte wurden neue Elemente hinzugefügt, um den veränderten militärischen Anforderungen gerecht zu werden.
In der Kapelle des Forts sind Azulejos aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, die Szenen aus dem Leben des heiligen Jakobus darstellen. Diese Fliesen gehören zu den schönsten Beispielen religiöser Kachelkunst, die man noch heute vor Ort besichtigen kann.
Das Fort befindet sich heute in einem Orthopädie-Krankenhaus, weshalb der Zugang zu Teilen des Geländes eingeschränkt sein kann. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch zu prüfen, welche Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Das Fort diente nacheinander als Militäranlage, Gefängnis, königliche Sommerresidenz, Tuberkulose-Sanatorium und ab 1909 als orthopädisches Krankenhaus. Kaum ein anderes portugiesisches Fort hat in seiner Geschichte so viele verschiedene Funktionen erfüllt.
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