Sinagoga Medieval de Castelo de Vide, Mittelalterliche Synagoge in Santa Maria da Devesa, Portugal.
Die Sinagoga Medieval de Castelo de Vide ist ein zweistöckiges Steingebäude mit gotischen Elementen in Santa Maria da Devesa. Spitzbogen rahmen die Eingänge und Fenster und geben der Struktur ein charakteristisches Aussehen dieser Zeit.
Die Sinagoge wurde im späten 14. Jahrhundert erbaut und war bis 1496 in Betrieb, als König Manuel I. die Vertreibung der Juden aus Portugal anordnete. Dieses Dekret beendete eine lange Präsenz jüdischen Lebens in der Region und veränderte die Geschichte der Gemeinde für immer.
Das Innere bewahrt eine geschnitzte Steintora-Lade aus dem 15. Jahrhundert mit einem Sockel, der mit sieben Kugeln verziert ist, die die Wochentage darstellen. Der Raum zeigt die jüdischen Traditionen, die diese Gemeinde über Jahrhunderte praktizierten.
Das Gebäude funktioniert heute als Museum für jüdisches Erbe und zeigt Artefakte und Informationen über die lokale jüdische Gemeinde. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die geschnitzten Details und die Räume gründlich zu erkunden.
Ein Mesusa mit Fragmenten des Schma-Israel-Gebets bleibt über einem der Eingangswege im Erdgeschoss positioniert. Dieses kleine Objekt repräsentiert einen direkten Bezug zu einer vertriebenen Gemeinde, die ihre Spuren bei der Flucht hinterließ.
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