Udmurtien, Autonome Republik im Föderationskreis Wolga, Russland.
Udmurtien ist eine autonome Republik im Föderationskreis Wolga zwischen den Flüssen Kama und Wjatka, die eine Fläche von mehr als 42.000 Quadratkilometern bedeckt. Die nördlichen Gebiete bestehen hauptsächlich aus ausgedehnten Kiefern- und Fichtenwäldern, während sich weiter südlich offenere landwirtschaftliche Flächen und Industriegebiete erstrecken.
Das Gebiet erhielt 1920 den Status einer autonomen Region und entwickelte sich unter der Sowjetunion rasch zu einem industriellen Zentrum für Waffenproduktion und Metallverarbeitung. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die Region 1991 zur Republik Udmurtien erklärt und behielt ihre Bedeutung als Industriestandort.
Die udmurtische Sprache erscheint auf Straßenschildern und in lokalen Schulen, während die Bevölkerung zweisprachig zwischen Russisch und Udmurtisch wechselt. In den ländlichen Dörfern hören Besucher noch traditionelle Melodien auf Saiteninstrumenten wie der Krez und erleben Handwerksvorführungen mit typischen Stickereien und Holzschnitzereien.
Die Hauptstadt Izhevsk ist über regelmäßige Flug- und Bahnverbindungen aus Moskau erreichbar und dient als Ausgangspunkt für Erkundungen in die umliegenden Wälder und ländlichen Gebiete. Straßen führen zu kleineren Städten und Dörfern, wobei die besten Reisemonate für Waldbesuche zwischen Mai und September liegen.
Die Waffenfabriken in Izhevsk produzierten während des Zweiten Weltkriegs mehr als 11 Millionen Gewehre und Karabiner, was die gesamte deutsche Waffenproduktion dieser Zeit überstieg. Die Produktionsanlagen aus dieser Ära prägen bis heute das Stadtbild und bilden einen wichtigen Teil der lokalen Industriegeschichte.
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