Wologda, Regionale Hauptstadt im Nordwesten Russlands
Wologda ist eine Stadt am gleichnamigen Fluss in Nordwestrussland, etwa vierhundert Kilometer nordöstlich von Moskau gelegen. Die Straßen sind gesäumt von Steinkirchen mit goldenen Kuppeln und zweistöckigen Holzhäusern mit geschnitzten Fensterläden, die vom Stadtzentrum aus bis zu den Außenvierteln reichen.
Ein Mönch gründete hier im 12. Jahrhundert eine Siedlung, die später zur Handelsverbindung zwischen dem russischen Inland und den Nordseehäfen wurde. Kaufleute aus England und Holland errichteten im 16. Jahrhundert Handelshöfe, um Pelze, Flachs und Walprodukte zu handeln.
Die Bewohner nutzen die Flussuferpromenade zum Spazierengehen und im Winter zum Eislaufen auf natürlichen Flächen. In den Markthallen verkaufen Händler handgemachte Spitze, die seit Generationen nach überlieferten Mustern gefertigt wird und noch heute von lokalen Kunsthandwerkerinnen hergestellt wird.
Der Hauptbahnhof verbindet die Stadt mit Sankt Petersburg, Moskau und weiteren Zielen im russischen Norden über regelmäßige Zugverbindungen. Das Zentrum lässt sich zu Fuß erkunden, während Busse und Oberleitungsbusse die Außenbezirke und Wohnviertel bedienen.
Die örtliche Molkereitechnik verwendet eine besondere Erhitzungsmethode für Sahne, die der Butter einen milchigen Geschmack verleiht, den Feinschmecker seit über hundert Jahren schätzen. An den Fassaden alter Holzhäuser erkennt man geschnitzte Fensterumrandungen, die jeweils individuelle Familienzeichen oder Schutzsymbole tragen.
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