Kandalakscha, Hafenstadt in der Region Murmansk, Russland
Kandalakscha liegt an der Küste des Weißen Meers am Kopf des Kandalakscha-Golfs, nördlich des Polarkreises auf 67 Grad Breite. Die Stadt erstreckt sich entlang des Ufers und wird von niedrigen Gebäuden und Hafenanlagen geprägt, die sich zwischen bewaldeten Hügeln im Hinterland verteilen.
Die Siedlung entstand 1526 als Fischerposten und wuchs, als 1918 die Eisenbahnlinie zwischen Moskau und Murmansk hier durchgeführt wurde. Danach entwickelte sie sich zu einem Knotenpunkt für Güter- und Personenverkehr in Richtung der Kola-Halbinsel.
Der Name geht auf ein samisches Wort zurück, das mit Wasser zu tun hat, und bis heute wird die Küste vor allem für Fischerei und Schifffahrt genutzt. Wer durch die Stadt geht, sieht immer wieder Boote und Hafenbauten, die zeigen, wie sehr das Leben am Meer hängt.
Die Stadt ist über den Bahnhof zu erreichen, der mehrmals täglich Züge nach Moskau und Murmansk empfängt. Im Sommer bleiben die Tage sehr lang, im Winter dagegen herrscht wochenlang Dunkelheit, also sollte man sich entsprechend ausrüsten.
Wegen der Lage über dem Polarkreis erlebt die Stadt im Sommer Polartage, an denen die Sonne nicht untergeht, und im Winter Polarnächte, in denen sie nicht aufgeht. Dieses Spiel von Licht und Dunkelheit prägt den Alltag und beeinflusst, wie Menschen ihre Zeit einteilen.
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