Sarow, Forschungsstadt in Oblast Nischni Nowgorod, Russland.
Sarov ist eine geschlossene Stadt in der Oblast Nischni Nowgorod in Russland, die von bewaldeten Hügeln umgeben ist und über ein großes nukleares Forschungszentrum verfügt. Mehrere Kontrollpunkte überwachen den Zugang, und Zäune verlaufen entlang der gesamten Stadtgrenze, die nur über wenige bewachte Straßen erreichbar ist.
Im Jahr 1691 entstand hier ein orthodoxes Kloster, das später zum Wohnort des Heiligen Seraphim wurde und Pilger aus ganz Russland anzog. Nach 1946 verwandelte die Sowjetregierung die Gegend in ein geschlossenes Nuklearforschungszentrum unter dem Decknamen Arzamas-16.
Der alte Klosterkomplex zieht orthodoxe Pilger an, die das Grab des heiligen Seraphim besuchen und an den Gottesdiensten teilnehmen. Viele Einwohner arbeiten im Forschungszentrum und leben in Wohnblöcken, die sich zwischen Kiefernwäldern und breiten Straßen verteilen.
Ausländische Besucher benötigen eine Sondergenehmigung, die mehrere Wochen im Voraus beantragt werden muss, und müssen ihre elektronischen Geräte an den Kontrollpunkten abgeben. Die Wege innerhalb der Stadt sind deutlich markiert, und das Fotografieren ist in vielen Bereichen untersagt.
Die Stadt pflegt seit vielen Jahren direkte Kontakte zu Los Alamos in New Mexico, wo ebenfalls nukleare Forschung betrieben wird. Dieser Austausch ermöglicht Treffen zwischen russischen und amerikanischen Wissenschaftlern trotz der strengen Sicherheitsvorschriften.
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