Kaffa, Antike Festung und Hafen auf der Krim
Kaffa ist eine mittelalterliche Festung, die sich entlang der Schwarzmeerküste erstreckt und von dicken Steinmauern mit vierzehn Wehrtürmen geprägt wird. Die Strukturen sind teilweise gut erhalten und zeigen die klassischen Befestigungsanlagen aus dieser Periode.
Die Genuesen gründeten die Festung im 13. Jahrhundert als ihren wichtigsten Handelsposten und machten sie zum größten Sklavenmarkt der Region bis zur Eroberung 1475. Diese Handelsmacht prägte mehrere Jahrhunderte lang die Geschichte des Ortes.
Die Festung zeigt eine Mischung aus italienischen, griechischen, armenischen und tatarischen Baustilen, die man heute noch an den erhaltenen Mauern und Türmen sehen kann. Diese Vielfalt erzählt von den verschiedenen Völkern, die hier lebten und miteinander handelten.
Besucher können die Festung auf eigene Faust erkunden oder an Führungen teilnehmen, die an den Haupttoren beginnen und entlang der erhaltenen Befestigungen verlaufen. Die beste Zeit zum Besuch ist in den wärmeren Monaten, wenn die Wege leicht begehbar sind.
Die Mauern der Festung zeugen von dem Jahr 1346, als belagernde Armeen zum ersten Mal in der dokumentierten Geschichte Leichen über die Befestigungen schleuderten, um Krankheit ins Innere zu tragen. Dieses grausame Ereignis machte den Ort zu einem frühen Beispiel für Kriegsführung, die über reine Gewalt hinausging.
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