Kiiskilä Manor, Herrenhaus in Podberezye, Russland.
Das Kiiskilä-Herrenhaus steht in Podberezye am Westufer der Vyborg-Bucht, etwa zehn Kilometer südwestlich von Vyborg. Sein hölzernes Hauptgebäude wurde 1820 nach Plänen des französischen Architekten Villiers fertiggestellt und ist palladianisch geprägt: eine helle, symmetrische Fassade mit Dreiecksgiebel, ein Balkon mit Balustrade und ein Portikus aus weißen Säulen über der Eingangstreppe, seitlich ein niedriger eingeschossiger Flügel. Daneben steht ein dunkelrotbraunes Metalltor mit aufgemalten Motiven von Booten, einem Rettungsring und einem Anker.
Der Grund des Herrenhauses geht auf die 1560er Jahre zurück, wechselte mehrfach den Besitzer und wurde 1818 von Friedrich Dannenberg erworben, der neue Gebäude errichten ließ. Das Anwesen war später während der Sowjetzeit Pioniercamp unter dem Namen Chaika, als eine Leningrader Schiffswerft das Gelände besaß.
Der Name des Guts stammt vom Fluss Kiiskijoki, der durch seine Ländereien fließt. Aino Kallas und Helmi Krohn, Enkelinnen von Julie und Leopold Wilhelm Krohn, schrieben in ihren Büchern über ihre Kindheit in Kiiskilä. Eine Sofagarnitur des Guts steht heute im Sankt-Petersburg-Zimmer des Rathauses von Tampere.
Das Gut liegt in der russischen Grenzzone, in der man für jede Bewegung eine Sondergenehmigung braucht, die vorab zu beantragen ist. Die 2016 vom Eigentümer Ilya Sleptsov begonnene Restaurierung soll bis 2030 abgeschlossen sein; das Erdgeschoss ist als Museum vorgesehen.
Julius Krohn, Enkel von Julie und Leopold Wilhelm, ertrank 1888, nachdem er vom Ufer des Gutes zu einem Segelausflug in die Bucht von Viipuri aufgebrochen war. Bald darauf verkauften seine Eltern das Gut, und der Hausrat wurde versteigert; eine Sofagarnitur des Gutes steht heute im Sankt-Petersburg-Saal des Rathauses von Tampere.
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