Saheb Ettabaâ Mosque, Osmanischer Moschee-Komplex in Halfaouine, Tunesien
Die Saheb Ettabaâ Moschee ist eine Moschee aus der Osmanischen Zeit in Tunis mit italienischen architektonischen Einflüssen, die sich in kannellierten Säulen, Kapitellen und mehrfarbigen Marmorverkleidungen zeigen. Der Komplex umfasst mehrere Gebäude mit einer Schule, einer Herberge, Bädern und Läden, die auf traditionelle Weise um die zentrale Struktur herum angeordnet sind.
Der Komplex entstand zwischen 1808 und 1814 und war das letzte bedeutende Gotteshaus, das in Tunis vor der französischen Besetzung im Jahr 1881 errichtet wurde. Seine Entstehung fällt in eine Phase, als die Stadt noch unabhängig war und solche ehrgeizigen Bauprojekte finanzieren konnte.
Die Moschee war Zentrum eines komplexen Ensembles, das Unterricht, Unterkunft, Bäder und Geschäfte unter einem Dach vereinte. Besucher sehen heute noch, wie diese verschiedenen Funktionen um den zentralen Innenhof angeordnet sind.
Das Gelände liegt in den labyrinthartigen Gassen des Viertels Halfaouine, nahe dem Zentrum der Medina von Tunis, und ist zu Fuß erreichbar. Die beste Zeit zum Besuch ist früh am Morgen, wenn weniger Menschen unterwegs sind und die Sonne die Details der Fassaden besser beleuchtet.
Der Bau wurde von versklavten europäischen Piraten durchgeführt, die von dem damaligen Anführer Hammouda Pacha zur Verfügung gestellt wurden. Diese ungewöhnliche Arbeitskraft aus ferner Ferne half, eines der schönsten Bauwerke der Stadt zu schaffen.
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