Erzincan, Regionale Hauptstadt in Ostanatolien, Türkei
Erzincan ist eine Provinzhauptstadt in Ostanatolien in der Türkei, die auf einer weiten Ebene am Nordufer des Kara liegt. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Kilometer mit gitterförmigen Straßen und Wohnvierteln, die von Pappelalleen gesäumt werden.
Die Stadt wechselte nach 1071 zwischen byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Herrschaft, bis sie im frühen 20. Jahrhundert Teil der türkischen Republik wurde. Nach der Zerstörung von 1939 wurde der Ort wenige Kilometer westlich des alten Standorts neu aufgebaut.
Der Name leitet sich vom armenischen "Erznka" ab und das Stadtbild zeigt heute vor allem Bauten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit breiten Straßen und niedrigen Häusern. Auf den Märkten sieht man Händler, die Tulum-Käse und handgeschmiedete Kupferwaren anbieten, während am Abend oft traditionelle Musikgruppen in den Teehäusern auftreten.
Die Stadt erreicht man über einen Flughafen, Bahnverbindungen und Fernstraßen, die nach Ankara und in Richtung Kaukasus führen. Im Winter können Schnee und niedrige Temperaturen die Fortbewegung erschweren, während der Sommer trocken und warm ist.
Die komplette Neugründung nach 1939 macht diese Stadt zu einem der wenigen türkischen Zentren, das vollständig nach modernen städtebaulichen Prinzipien geplant wurde. Breite Boulevards und offene Plätze prägen das Straßenbild mehr als in anderen anatolischen Städten gleicher Größe.
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