Appalachia, Kulturregion im östlichen Teil der Vereinigten Staaten.
Appalachia ist eine Kulturregion im östlichen Teil der Vereinigten Staaten, die sich entlang der Bergkette der Appalachen erstreckt und Teile von 13 Bundesstaaten umfasst, vom südlichen New York bis ins nördliche Alabama. Die Landschaft besteht überwiegend aus bewaldeten Hügeln, engen Tälern mit kleinen Flüssen und Siedlungen, die oft in Talmulden oder an Bergflanken liegen, verbunden durch kurvige Straßen.
Europäische Siedler, vor allem aus Schottland und Irland, ließen sich im 18. Jahrhundert in diesen Bergen nieder, weil das fruchtbare Flachland bereits besetzt war. Die Kohleförderung begann im 19. Jahrhundert und veränderte die Wirtschaft und die Gesellschaft der Region dauerhaft, wobei viele Bergarbeiterfamilien in Firmensiedlungen lebten.
In kleinen Städten und auf Festivals hört man heute noch Musik mit Banjo, Geige und Mandoline, gespielt von Einheimischen, die diese Klänge von früheren Generationen gelernt haben. In Werkstätten und auf Märkten stellen Handwerker Körbe, Decken und geschnitzte Holzwaren nach überlieferten Methoden her, die Besucher oft kaufen oder bei Vorführungen erleben können.
Die Region lässt sich am besten mit dem Auto erkunden, da viele Orte nur über Bergstraßen erreichbar sind, die im Winter bei Schnee schwierig befahrbar sein können. Herbst gilt als beste Reisezeit wegen der Blätterfärbung, während Frühling und Sommer mildere Temperaturen für Wanderungen und Besuche in kleinen Gemeinden bieten.
In manchen Tälern sprechen ältere Bewohner noch mit einem Dialekt, der Wörter und Aussprachen aus dem elisabethanischen Englisch bewahrt hat, die in Großbritannien längst verschwunden sind. Einige abgelegene Gemeinden feiern traditionelle Volkstänze und Lieder, die sich seit der Ankunft der ersten Siedler kaum verändert haben.
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