Óbidos Aqueduct, Steinaquädukt aus dem 16. Jahrhundert in Usseira, Portugal.
Das Óbidos-Aquädukt ist eine Wasserleitungsstruktur aus Stein, die sich über etwa drei Kilometer erstreckt und durch eine Reihe von Bögen das Landschaftsbild prägt. Die Konstruktion erreicht an manchen Stellen Höhen von etwa 20 Metern und nutzt auch unterirdische Tunnel, um Wasser von natürlichen Quellen in die Nähe von Usseira zu transportieren.
Das Aquädukt wurde zwischen 1571 und 1575 auf Befehl von Katharina von Österreich erbaut, die ihre eigenen Ländereien verkaufte, um das Projekt zur Versorgung der Stadt Óbidos mit Wasser zu finanzieren. Dieses Investitionsprojekt zeigt, wie wichtig die Wasserleitungsinfrastruktur für die Entwicklung der Region war.
Die Struktur zeigt Handwerkstechniken aus der Renaissance, bei denen Kalksteinblöcke präzise ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Besucher können die Art der Verarbeitung unmittelbar an den sichtbaren Steinen und ihrer Anordnung beobachten.
Besucher können die zugänglichen Teile des Aquädukts zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, wobei der Weg teilweise durch naturbelassene Gebiete führt. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und auf wechselnde Bodenverhältnisse vorbereitet zu sein.
Das Aquädukt durchquert die befestigten Mauern von Óbidos und versorgt die Stadt nach vierhundert Jahren immer noch mit Wasser. Dies macht es zu einer der wenigen historischen Strukturen, die ihre ursprüngliche Funktion bis heute erfüllt.
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