Lapedo Valley, Felsenunterstand und prähistorische Grabstätte in Santa Eufémia, Portugal.
Das Lapedo-Tal ist eine Schlucht, die sich durch Kalksteinwände zieht, die vom Fluss Sirol über Jahrtausende hinweg ausgehöhlt wurden. Im Tal befinden sich mehrere Felsunterkünfte und Gräber, ergänzt durch ein Besucherzentrum, das Repliken und Informationen zu den archäologischen Funden bereitstellt.
Das Tal war vom Neolithikum bis zur Bronzezeit ein bevölkerter Ort, aber die bedeutendste Entdeckung stammt aus der jüngeren Altsteinzeit. Die Ausgrabung eines Kinderskeletts von vor etwa 24.500 Jahren deutet darauf hin, dass verschiedene menschliche Gruppen zur gleichen Zeit diese Region bewohnten.
Das Tal war seit der Steinzeit ein Bestattungsort, an dem verschiedene Gruppen ihre Toten mit Sorgfalt begruben. Diese Grabstätten zeigen, dass die Menschen damals bereits feste Rituale und Traditionen beim Umgang mit ihren Verstorbenen hatten.
Der Ort ist am besten zu Fuß zu erkunden, da die Wege durch das enge Tal führen und die Felsformationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen sind. Bequeme Schuhe sind wichtig, da das Gelände uneben ist und die Pfade entlang des Flusses verlaufen.
Der Ort beherbergt eine der ältesten Pflanzenwelt der Iberischen Halbinsel, mit einheimischen Eichensorten und Mittelmeerflora, die seit Jahrtausenden dort wächst. Diese seltene Waldgemeinschaft macht das Tal zu einem Ort, wo Menschen und Natur seit der Antike eng miteinander verbunden sind.
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