Prohor Pčinjski Monastery, Orthodoxes Kloster im Bezirk Pčinja, Serbien
Prohor Pčinjski ist ein orthodoxes Kloster auf den bewaldeten Hängen des Kozjak-Berges, etwa 30 Kilometer südlich von Vranje. Die Anlage liegt nahe dem Pčinja-Fluss und besteht aus einer Hauptkirche, Mönchszellen und mehreren Nebengebäuden, die von Steinmauern umgeben sind.
Kaiser Roman IV. Diogenes gründete das Kloster im Jahr 1067 als Dank an den heiligen Prohor, der ihm seinen Aufstieg auf den byzantinischen Thron vorausgesagt hatte. Über die Jahrhunderte erlebte es mehrere Zerstörungen und Wiederaufbauten, insbesondere während der osmanischen Herrschaft und der serbischen Befreiungskriege.
Das Kloster bildet Theologen aus und beherbergt eine Werkstatt, in der Mönche alte Manuskripte kopieren und Ikonen malen. Die Techniken der Ikonenmalerei werden hier in formellen Kursen an junge Künstler weitergegeben, die oft monatelang bleiben, um das Handwerk zu erlernen.
Die Anlage ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich, und Führungen durch die Hauptkirche und das Gelände werden angeboten. Der Zugang erfolgt über eine schmale Straße durch den Wald, die für die meisten Fahrzeuge befahrbar ist, aber bei Nässe rutschig werden kann.
Die Reliquien des heiligen Prohor strömen seit über einem Jahrtausend kontinuierlich Myrrhe aus, was ihn zum einzigen myrrheströmenden Heiligen in Serbien macht. Pilger sammeln das duftende Öl in kleinen Fläschchen, die sie als Segen mit nach Hause nehmen.
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