Borodinsky Bridge, Stahlbrücke über die Moskwa in Moskau, Russland
Die Borodinsky-Brücke ist eine Stahlträgerbrücke über die Moskwa, die das Dorogomilowo-Viertel und den Kiewer Bahnhof mit dem Zentrum Moskaus verbindet. Die Fahrbahn ist 42,6 m breit, beiderseits verlaufen Gehwege. Die Obelisken und Portiken von Klein sind erhalten, die Bögen sind jedoch heute gekrümmte Stahlblechschürzen, die die Form der früheren Bögen nachahmen.
Die heutige Brücke wurde 1911–1912 nach Plänen des Architekten Roman Klein und des Ingenieurs Nikolai Oskolkow zum hundertsten Jahrestag des Krieges von 1812 errichtet. Sie ersetzte eine Fachwerkbrücke von 1868 aus der Werkstatt Amand Struwes, die unter Alexander II. eröffnet worden war. 1952–1953 und 1999–2001 umgebaut, verlor sie ihre tragenden Bögen, die durch Träger ersetzt wurden.
Der Name der Brücke, 1837 zum 25. Jahrestag der Schlacht von Borodino vergeben, lautete in den 1920er Jahren Brücke des Kommunismus und Anfang der 1930er Jahre Dorogomilowskaja-Brücke, bevor er wieder Borodinski wurde. Die Zufahrten von 1912 waren auf einer Seite mit Obelisken, auf der anderen mit geschwungenen dorischen Kolonnaden geschmückt, die von Pylonen flankiert wurden; darüber standen Skulpturengruppen mit militärischen Attributen nach Modellen des Bildhauers A. L. Ober.
Die Gehwege bieten gute Sicht auf den Fluss und die umgebende Stadt. Beide Seiten der Brücke sind leicht zugänglich, und es gibt ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer.
Die heute sichtbaren Bögen tragen nichts: Beim Umbau 1999–2001 ersetzte man die alten Stahlbögen durch einen leichteren Blechträger mit orthotroper Fahrbahnplatte und verkleidete die Träger mit gebogenen Stahlblechschürzen, die Bögen vortäuschen. Dieselbe Lösung wurde an der Nowospasski-Brücke angewandt. Die Obelisken und Portiken von 1912 blieben erhalten.
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