Palladium, Kino in Norrmalm, Stockholm, Schweden
Das Palladium war ein Kino in der Kungsgatan 65 in Stockholm und nahm die gesamte Tiefe des Gebäudes ein. Die Fassade hatte Granitsäulen und Baldachine, der Innenraum im Jugendstil wurde von Olle Hjortzberg und Filip Månsson gestaltet. Der Saal hatte anfangs 1.240 Plätze, davon 414 auf dem Balkon, später 1.268.
Das Palladium eröffnete am 26. Dezember 1918 als Premierenkino von Skandinavisk Filmcentral mit dem Film Samum. Im Herbst 1922 übernahm Svensk Filmindustri den Standort, und im Frühjahr 1929 wurde es das erste Stockholmer Kino mit einer Anlage für Tonfilm. Am 10. August 1930 zeigte es den ersten schwedischen Tonfilm, För hennes skull, mit Gösta Ekman und Inga Tidblad.
Das Kino wurde von Professor Olle Hjortzberg und Maler Filip Månsson entworfen, die Jugendstil-Elemente mit klassischen Formen verbanden. Diese künstlerische Herangehensweise prägt bis heute das Erscheinungsbild des Ortes und zeigt, wie lokale Künstler ihre Vision für den Raum umsetzten.
Im Gebäude Kungsgatan 65 befindet sich heute das Casino Cosmopol, das 2003 eröffnete, nachdem Svenska Spel die Räume 2001 übernommen hatte. Die Granitsäulen und Baldachine der Fassade von 1918 liegen noch immer an der Kungsgatan, sodass das ehemalige Kino von der Straße aus zu sehen ist. Der Ort liegt im Stadtteil Norrmalm im Zentrum Stockholms.
Das Palladium besaß vermutlich Stockholms älteste Neonreklame, angebracht 1926 und entfernt 1996. Ihre Entfernung führte zur Gründung der Stadsljusgruppen und zum Diplom Lysande skylt, das gut gestaltete Leuchtreklamen auszeichnet.
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