Femöre Festung, Militärmuseum des Kalten Krieges in Oxelösund, Schweden.
Die Femöre-Küstenpanzerbatterie ist ein Militärmuseum in Oxelösund, das ein unterirdisches Verteidigungssystem aus der Zeit des Kalten Krieges zeigt. Das Gelände enthält über 450 Meter lange Tunnel, die in Granit gehauen sind und unterirdische Kammern miteinander verbinden, darunter Kommandozentralen und Wohnquartiere.
Die Anlage wurde 1964 als Teil des schwedischen Küstenschutzsystems gebaut und war mit drei 7,5-Zentimeter-Geschützen ausgestattet. Sie war bis 1997 einsatzbereit und spielte während des Kalten Krieges eine wichtige Rolle in der schwedischen Verteidigungsstrategie gegen sowjetische Marinebedrohungen.
Die Anlage zeigt, wie Schweden während des Kalten Krieges seine Küste schützen wollte und was dies für die Menschen bedeutete, die dort arbeiteten. Die Ausstellung vermittelt ein Gefühl dafür, wie das tägliche Leben unter der Erde aussah und welche Rolle diese Verteidigungsanlagen im nationalen Bewusstsein spielten.
Geführte Touren durch die unterirdische Anlage werden in den Sommermonaten angeboten, und Gruppenbesuche sind das ganze Jahr über nach vorheriger Anmeldung möglich. Besucher sollten sich auf die kalten, feuchten Bedingungen unter der Erde vorbereiten und feste Schuhe tragen, da die Wege unterschiedlich beschaffen sind.
Der bombensichere Bunker war so gebaut, dass bis zu 70 Personen dort leben konnten, mit eigenen Kraftgeneratoren und Kommunikationssystemen, um auch im Krieg völlig unabhängig zu sein. Diese Selbstversorgung zeigt, wie ernst Schweden die mögliche Bedrohung nahm und wie lange die Installation ohne externe Hilfe funktionieren konnte.
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