Stora Nygatan, Fußgängerzone in Gamla Stan, Schweden.
Stora Nygatan ist eine Fußgängerzone, die sich durch das mittelalterliche Zentrum Stockholms zieht und mit traditionellen Gebäuden mit detaillierten Fassaden und gepflasterten Wegen gestaltet ist. Die Straße verbindet mehrere Plätze und kleine Gassen mit Restaurants, Läden und öffentlichen Räumen, die zum Verweilen einladen.
Stora Nygatan wurde nach dem großen Brand von 1625, vermutlich um 1630, als Teil des ersten regelmäßigen Stadtplans von Stockholm angelegt. Ein offizieller Versuch, sie Konungsgatan zu nennen, ist ab 1637 bekannt, scheiterte jedoch; der heutige Name setzte sich um 1720 durch. Der südliche Abschnitt stammt aus der Zeit vor dem Brand, und 1660 standen hier große Steinhäuser.
Der Straßenname wurde um 1720 als Stora Nygatan festgelegt, nach Varianten wie Konnungsgatun und den store Nye gatan. Im Haus Nummer 19 befindet sich Gamla Stan Tobak, Schwedens ältester noch betriebener Tabakladen, eröffnet 1859. Der Orden Par Bricole, entstanden nach der Gedenkrede für den Gastwirt Gottfried Sack 1774, pflegt schwedische Traditionen des 18. Jahrhunderts.
Stora Nygatan verläuft geradlinig vom Kornhamnstorg im Süden zum Riddarhustorget im Norden, parallel zur Västerlånggatan und zur Lilla Nygatan. Zahlreiche schmale Gassen queren sie, darunter Tyska Brinken, Kåkbrinken und Skräddargränd, sodass sie als Orientierungslinie durch Gamla stan dient. Der Belag ist durchgehend flach und gepflastert.
Im Haus Nummer 2, dem Bergstrahl-Haus, baute Erik Ryning, Mitglied der Regentschaft Königin Christinas, in den 1640er Jahren nach Plänen von Simon de la Vallée. Im 18. Jahrhundert betrieb sein Eigentümer Gottfried Sack dort eine Taverne und ein Bordell, die der Troubadour Carl Michael Bellman besuchte; nach Sacks Tod 1774 wurde Karl Israel Hallmans Gedenkrede zum Ausgangspunkt der Gesellschaft Par Bricole.
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