Bjuröklubb, Naturschutzgebiet und Leuchtturmkomplex in Skellefteå, Schweden.
Bjuröklubb ist eine Halbinsel und ein Naturschutzgebiet am Bottnischen Meerbusen in der Gemeinde Skellefteå, mit einem 1859 auf einer Klippe 52 Meter über dem Meer erbauten Leuchtturm. Zum Gelände gehören der Fischerhafen Jungfruhamn, eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert und mehrere alte Fundstätten. Eine Rampe führt zum Leuchtturm, und im Lotsenausguck kann man übernachten.
Auf dem Gelände wurde im 17. Jahrhundert eine Kapelle errichtet. 1519 besuchte Olaus Magnus, Schwedens letzter katholischer Bischof, Bjuröklubb; sein Logbuch mit Zeichnungen beschreibt bereits damals umfangreiche Aktivitäten an diesem Ort. 1821 wurde in Gärdviken eine Lotsenstation eingerichtet, und 1859 wurde auf einer Klippe 52 Meter über dem Meer ein Leuchtturm gebaut. Die Lotsenstation schloss 1967, der Leuchtturm wurde 1970 unbemannt.
Der Name Bjuröklubb verbindet den Inselnamen Bjurö mit klubb, einem lokalen Wort für eine gerundete Landspitze. Die Künstlerin Laleh, die einige Jahre in Skellefteå lebte, schrieb den Song „Bjurö klubb“ bei Spaziergängen an den Ufern des Reservats; er erschien 2009 auf ihrem Album Me and Simon.
Der Leuchtturm ist über eine angelegte Rampe erreichbar und damit für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die frühere Lotsenausguckstube im Turm kann für Übernachtungen gebucht werden, und im Sommer ist auf dem Gelände ein Café geöffnet. Das Reservat liegt an der Ostspitze der Halbinsel, wo die Seebrise den Himmel klarer hält als im Binnenland.
Die SMHI-Wetterstation Bjuröklubb verzeichnet Monatsmittel seit 1878 und Niederschlag seit 1879; Tageshöchst- und -tiefstwerte stehen seit 1951 in offenen Daten. 1995 wurde sie leicht versetzt, doch die Reihen gelten weiterhin als ununterbrochen ab 1901. Das Klima 1961–1990 war subarktisch (Dfc) und wandelt sich im 21. Jahrhundert zu humid kontinental (Dfb).
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