Gramozna jama, Gedenkstätte nahe dem Žale-Friedhof in Ljubljana, Slowenien.
Gramozna jama ist ein Gedenkort neben dem Friedhof Žale im Westen Ljubljanas, wo eine zentrale Skulptur an die Opfer erinnert. Die Anlage wurde von Vinko Glanz entworfen und enthält Boris Kalins Bronzeplastik eines sterbenden Gefangenen von 1947.
Zwischen 1942 und 1943 wurde dieser Ort von italienischen Besatzungstruppen als Hinrichtungsstätte genutzt, wo etwa 185 Zivilisten starben. Darunter war auch der Maler Hinko Smrekar, einer der vielen Opfer dieser dunklen Periode.
Der Gedenkort trägt den Namen der ursprünglichen Kiesgrube und erinnert an die Opfer der italienischen Besatzung. Besucher finden hier eine Stätte, an der die Schicksale einzelner Menschen sichtbar werden und ihre Namen bewahrt bleiben.
Der Ort befindet sich parallel zur Straße Tomačevska cesta am westlichen Rand des neuen Friedhofs und ist über den Weg der Erinnerung und Kameradschaft erreichbar. Die Lage neben einem aktiven Friedhof bedeutet, dass Besucher mit Respekt und Ruhe vorgehen sollten, um die Umgebung angemessen zu behandeln.
Die Opfer wurden ohne Gerichtsverfahren hingerichtet, da italienische Behörden sie willkürlich bei Straßenkontrolle verhafteten. Diese wahllose Brutalität macht deutlich, wie Willkür die tägliche Realität der Besatzungszeit prägte.
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