Mae Nam Chao Phraya, Hauptwasserstraße in Zentralthailand.
Der Chao Phraya ist die Hauptwasserstraße im zentralen Thailand und fließt über 370 Kilometer (230 Meilen) südwärts durch die zentrale Ebene bis zum Golf von Thailand. Das Flussbett teilt Bangkok in zwei Hälften und verbindet das Delta mit den nördlichen Provinzen durch eine ununterbrochene Wasserlinie.
Alte Königreiche wie Mon und Dvaravati gründeten Siedlungen entlang dieser Ufer zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert, und später errichteten thailändische Herrscher ihre Hauptstädte am selben Wasser. Die heutige Hauptstadt Bangkok entstand im 18. Jahrhundert am östlichen Ufer und wurde zum politischen Zentrum des Landes.
Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Fluss der Könige, was seine zentrale Rolle für die Monarchie widerspiegelt. Heute sieht man entlang der Ufer schwimmende Märkte, hölzerne Langschwanzboote und Tempel, die direkt am Wasser liegen und täglich von Gläubigen besucht werden.
In Bangkok verbinden mehrere Brücken die beiden Flussufer, und Fähren verkehren regelmäßig zwischen den Anlegestellen. Am besten erkundet man das Wasser morgens oder spätnachmittags, wenn die Sonne weniger stark brennt und der Bootsverkehr nachlässt.
Das Flussbecken beherbergt 280 Fischarten, darunter einige, die nur hier vorkommen, was es zu einem Schwerpunkt der aquatischen Artenvielfalt macht. Während der Regenzeit kann der Wasserstand um mehrere Meter steigen, und die Strömung zieht große Mengen Sediment mit sich, das den Unterlauf fruchtbar hält.
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