Prinzeninseln, Archipel von neun Inseln im Marmarameer, Türkei.
Die Prinzeninseln bilden eine Kette von neun Eilanden im Marmarameer vor Istanbul, wobei vier hauptsächlich bewohnt sind: Büyükada, Heybeliada, Burgazada und Kınalıada. Jede Insel zeigt bewaldete Hügel, Fußwege entlang der Küste und Holzvillen in den ruhigeren Vierteln abseits der Anlegestellen.
Während der byzantinischen Epoche dienten diese Inseln regelmäßig als Verbannungsorte für abgesetzte Kaiser und Thronfolger, später entstanden Klöster auf den höheren Lagen. In osmanischer Zeit wurden viele dieser religiösen Stätten als Stiftungen weitergeführt, während zusätzliche Residenzen für Politiker und Geistliche angelegt wurden.
Noch heute tragen Teile der örtlichen Gemeinde auf Büyükada die Tradition orthodoxer Feiertage weiter, erkennbar an den griechischen Gottesdiensten und den Kirchengebäuden aus Holz. Familienbesitz und Sommerhäuser wechseln selten den Eigentümer, denn viele dieser Anwesen blieben über Generationen in denselben Händen.
Motorisierte Fahrzeuge sind auf allen Inseln verboten, sodass du zu Fuß gehen oder ein Fahrrad mieten musst, um die Wege zu erkunden. Fähren verkehren regelmäßig ab Istanbul, wobei die Fahrtzeiten je nach Insel zwischen einer und zwei Stunden liegen.
Die verlassenen kleineren Inseln wie Sedef und Kaşık liegen nur wenige hundert Meter entfernt, beherbergen jedoch kaum Gebäude und sind oft nur im Sommer mit privaten Booten erreichbar. Auf Heybeliada befindet sich eine ehemalige theologische Akademie, die jahrzehntelang geschlossen blieb und deren leerstehende Räume noch heute Diskussionen auslösen.
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